Presse

Emigranten

Kritik (Printausgabe) Falter von Martin Pesl

„…Die Emigranten… stecken beim SpielBAR Ensemble im Körper zweier Frauen mit Handtäschchen (Denise Teipel und Cristina Maria Ablinger) die zu Hubert von Goisern einschreiten wie Wettkämpfen Dirndl – Models…“

„… dem Minenspiel dieser beiden Schauspielerinnen zuzuschauen macht großen Spaß….“

 

Kritik von das Biber von  Lukas Wodicka (14. März 2017)

„…Vom Herumlungern auf Bahnhöfen bis hin zum Essen von Hundefutter, vieles wird in dem Theaterstück „Emigranten“ von Slawomir Mrozek thematisiert. Mit Gefühl und Witz erzählt es von zwei Emigranten, die gegensätzlicher nicht sein könnten und doch eines vereint: die Suche nach Zugehörigkeit und Freiheit...“

„…Das Stück besteht aus einem einzigen, boxkampfartigen Gespräch der beiden Streithähne. Das stört nicht weiter, da es einfühlsam und hellsichtig die Problematik der Entwurzelung thematisiert und auch immer wieder Witz beweist..“

„…Manche dieser lustigen Einlagen sind auf die verschwindend geringe Bühnenausstattung zurückzuführen, was dem Publikum mitunter viel Vorstellungskraft abverlangt. Die beiden Darstellerinnen erleichtern diesen Prozess jedoch immens, indem sie mit stummfilmartiger Gestik und Mimik dem Publikum unter die Arme greifen. Diese Momente gehören mitunter zu den absoluten Stärken des Stücks und verdeutlichen, dass Theater nicht immer todernst sein muss. Mit einer Portion Ironie und Selbstreflexion ist so einiges möglich, auch ohne dickes Budget…“

Kritik und Empfehlung vom Falter von Martin Pesl (14. März 2017)

„…Ein Intellektueller und ein Gastarbeiter teilen sich einen Kellerraum als Wohnung. Obwohl sie, beide Emigranten, aus demselben Land kommen, führen sie einen harten Überlebenskampf gegeneinander. In Agnieszka Salomons ironischer Inszenierung nach dem polnischen Prinzip des armen Theaters spielen zwei feingliedrige Schauspielerinnen die beiden Männer. Der Abend hebt wie ein Contest zur Miss Dirndl an. Das funktioniert, man sieht den beiden wirklich gerne zu…“

Kritik auf kurier.at von  Heinz Wagner (18. März 2017)

„…Diese beiden Männer werden nun in einer Produktion des SpielBAR Ensembles von zwei Frauen gespielt – nicht in Männerkleidern, sondern in Dirndln. Aber mit dem übersetzten Originaltext – also als zwei Männer, hier nur als A und X. Damit bereichern sie die Satire auch noch um die Dimension der oft doppelten Unterdrückung von Frauen – ohne die auch nur zwanghaft in den Text hinein zu pressen. Lediglich hin und wieder flechten Denise Teipel und Cristina Maria Ablinger textlich die weibliche Form einer Berufsbezeichnung ein…“

„…Die beiden spielen in den knapp weniger als eineinhalb Stunden sehr dicht, teils heftig und geben Zeit und Raum für viele Lacher…“

Vita & Virginia

Kritik von Irina Wolf (2. Dezember 2016) http://www.theatrescu.com

„…Ein mit rotem Samt ausgestattetes erhöhtes Podest, auf dem sich zwei Sessel und ein Tisch mit vielen Büchern befinden. Ein Teil eines Außengeländers – eine geschickte Andeutung an vergangene Zeiten – vervollständigt das „Bühnenbild“, das einer Malerei gleichkommt. Mit solch feinen Details überrascht Regisseur Thomas Perle schon vor Beginn der Aufführung. Vita & Virginia heißt die einstündige Produktion des Vereins SpielBAR, die über die große Liebe zwischen Virginia Woolf und Vita Sackville-West erzählt. Denise Teipel – ihre Ähnlichkeit zu Virginia Woolf ist verblüffend – und Cristina Maria Ablinger entpuppen sich als Idealbesetzung. In der einfühlsamen Regie von Thomas Perle porträtieren sie beide Figuren präzise, prägnant, pointiert. Aus den detailgetreuen Kostümen lassen sich weitere wichtige Merkmale der guten Inszenierung ableiten. Brief für Brief schreiten die Schauspielerinnen voran in ihrer Beziehung, die zwei Jahrzehnte gedauert und einen starken Einfluss auf das Leben der beiden Frauen hinterlassen hat. Der nach Tagebüchern und Briefen entworfene Text von Eileen Atkins (Deutsch von Friederike Roth) beleuchtet die große Zuneigung – auch sexueller Natur – und gegenseitige Bewunderung, die die Freundschaft der zwei geprägt hat, ebenso wie die politische Situation im Europa des 19. Jahrhunderts. Zum gelungenen Abend tragen nicht zuletzt auch die Effektbeleuchtung und Soundtechnik bei….“

Kritik von Callisti (23. April 2016)

Zwei Stühle stehen bereit, da treten die Darstellerinnen auf und lassen sich erst einmal vom Publikum betrachten. Vita: groß, elegant, schön, charismatisch. Virginia: zurückhaltend, in sich gekehrt, mit skeptischem Blick. Ein gutes Paar steht da vor mit, denk ich, von denen lass ich mir gern was erzählen. Und sie erzählen! …

…Erstaunlich, wie wenig andere Mittel nötig sind, wenn die schauspielerische Leistung den Spannungsbogen hält….

Ich hätte Denise Teipel und Cristina Maria Ablinger auch noch eine weitere Stunde zusehen mögen. Feine Emotionen spielen sich in den Mimiken und Gesten der beiden Schauspielerinnen ab und fügen sich in Perles Inszenierung zu einem perfekten Abend zusammen. „

Kritik auf kurier.at von Heinz Wagner (12. April 2016)

„… von der sanften, vorsichtigen Annäherung über Sehnsucht bis zu Anklängen an Leidenschaft und Eifersucht spannt sich der Bogen der gefühlsmäßigen, meist auch sehr literarisch ausgedrückten Stimmungen und Gefühle… „

Kritik von Irina Wolf (theatrescu) (2.Dezember 2016)

„Denise Teipel – ihre Ähnlichkeit zu Virginia Woolf ist verblüffend – und Cristina Maria Ablinger entpuppen sich als Idealbesetzung. In der einfühlsamen Regie von Thomas Perle porträtieren sie beide Figuren präzise, prägnant, pointiert. Aus den detailgetreuen Kostümen lassen sich weitere wichtige Merkmale der guten Inszenierung ableiten….“

“ Eine kleine aber feine Aufführung!“

Deus ex Machina

Zitat Walter Arlen, Musikkritiker und Komponist (2012)

“When these two women came out on stage they immediately won my heart. I was impressed by the highly professional, sophisticated and incredibly humorous performance.”  

Zitat Thomas Macho, Regisseur (2012)

“The story seemingly taken from real life is full of sharp black humor brilliantly performed by two great young actresses.”

Kritik von Ali Sanai, Autor und Journalist (2012)

„… two cool girls were acting in a way that not only made me feel brand new also made me ache to take photos. The problem started when through my view finder I saw Aphrodite and Libertas in that simple scene, instead of them. To get a real picture, i persisted snapping, but to no avail. Up until then I was so engaged with my sight that I had lost the sense of hearing, but as soon as I registered the voice, as if this remarkable dualism was not enough at all, something even more remarkable happened. I had been shot from an ancient age directly to the 20th century, then I fluctuated between the former and latter. War was over and our chic chevaliers left, but the sound is still singing in me. Can you imagine? I’ve been haphazardly passing between Samuel Beckett and Jim Jarmusch for all past 48 hours. Hence I’m unable to comprehend that tenacious tonality and grasp the totality of reality, I go satisfyingly through a phase of confusion. I mean in whatever way I have lost the sense of time and there is no cohesion anymore, though I am enjoying this state of perplexity.“